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Finkenweg 12 - 78564 Wehingen - Tel. (07426) 7186 - info@wehingen-evangelisch.deHerzlich willkommen auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde in Wehingen. In unseren 5 Teilgemeinden leben ca. 2.200 evangelische Gemeindeglieder. Unsere Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Tuttlingen und darin zum Kirchendistrikt Trossingen. Evangelische Kirchengemeinde Wehingen

Auf diesen Seiten finden Sie alles über die Geschichte unserer Kirchengemeinde und ihrer Pfarrorte, unsere Kirche, aktuelle Angebote, Adressen und Links.

Die Evangelische Kirchengemeinde Wehingen (Dekanat Tuttlingen) existiert seit 1953 und ist damit eine sehr junge Gemeinde. Sie setzt sich zusammen aus insgesamt 7 Ortschaften: Wehingen, Gosheim, Bubsheim, Deilingen, Egesheim, Reichenbach, Königsheim

Evangelisches Pfarramt Wehingen Pfarrer Thomas Binder Finkenweg 12 78564 Wehingen Telefon (07426) 7186 Fax (07426) 3012 www.wehingen-evangelisch.de

Der Heuberg Die im Süden Baden-Württembergs gelegene Region Schwarzwald-Baar-Heuberg reicht vom Schwarzwald im Westen bis auf die höchste Erhebung der Schwäbischen Alb, den Heuberg, im Osten. Im Zentrum der Region, der Baar, haben Neckar und Donau ihren Ursprung. Die Region umfaßt darüber hinaus in ihrem Nordteil das Obere Gäu und grenzt im Süden an die Schweiz. In einer halben Autostunde erreicht man den Schwarzwald oder das Donautal. 10 Berge erheben sich über 1000m. Die Region der "10 Tausender" kann die meisten Sonnenstunden Deutschlands aufweisen.

Geschichte der Kirchengemeinde Von der Reformation bis zum Zweiten Weltkrieg Im 16. Jahrhundert nahmen die württembergischen Orte in der Umgebung, wie z.B. Aldingen, Tieringen oder Oberdigisheim die Reformation an, während die Einwohner der Graf- und Herrschaft Oberhohenberg als vorderösterreichisches Territorium gemäß des Glaubens des Landesfürsten beim alten Glauben bleiben mussten. Nach dem Sieg Napoleons über Österreich ging die Grafschaft Hohenberg in württembergischen Besitz über, die katholische Kirchenmacht wurde gebrochen und die konfessionellen Grenzen wurden durchlässiger. Laut einer Verordnung aus dem Jahre 1818 wurden u.a. die katholischen Orte Gosheim, Harras, Denkingen und Wehingen von Aldingen aus betreut. 1826 registriert das Kirchenvisitationsprotokoll der katholischen Kirchengemeinde St. Ulrich in Wehingen 3 evangelische Honoratiorenfamilien, die als "Muster der Ordnung und Sauberkeit" bezeichnet werden und vom katholischen Ortsgeistlichen in deutscher Sprache betreut werden. Als Posthalter Bulling 1895 das Gasthaus "Adler" kaufte, gab er den evangelischen Christen Gelegenheit, sich in einem Zimmer seines Hauses zu treffen, um dort Versammlungen und Gottesdienste abzuhalten. Ab dem Jahre 1901 fanden in einem Privatzimmer des Amtsnotars Kalmbach alle 4-6 Wochen Predigtgottesdienste statt, zu denen der damalige Pfarrer Reinhold Dietrich aus Aldingen kam. Später konnten die Protestanten ihre Gottesdienste manchmal im Forstamt abhalten. Religionsunterricht gab es für die evangelischen Kinder nicht, und ihr Dasein war nicht immer einfach in einer geschlossenen katholischen Gemeinde, in der nicht als Christ angesehen wurde, wer kein Kreuz in der Stube hängen hatte und Maria nicht verehrte. Der Konfirmandenunterricht fand in Aldingen statt. Ab 1920 stand ein Schulzimmer im katholischen Volksschulgebäude für die Gottesdienste zur Verfügung. Hier fand im November 1921 eine erste Konfirmation statt, die sich "zu einer selten schönen Feier der kleinen Diasporagemeinde gestaltete."

Die Gemeinde vergrössert sich - die Probleme bleiben Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es auf dem Heuberg insgesamt nur 37 Evangelische. Diese Situation änderte sich nach 1945 schlagartig. Als Folge des verlorenen Krieges kamen aus den ehemals deutschen Ostgebieten viele hundert Flüchtlinge und Vertriebene hierher, so dass der evangelische Bevölkerungsanteil etwa auf 14 % anwuchs. Sie bilden bis heute den Kern unserer evangelischen Kirchengemeinde. Persönlich betroffen durch die Diasporasituation waren in der Nachkriegszeit vor allem die jungen, heiratswilligen Leute und deren Familien. Nach geltendem katholischem Kirchenrecht konnten damals die katholischen Geistlichen zuerst keine katholisch getrauten Mischehen dulden, und meist vollzog der evangelische Partner, oft auch unter Druck der Angehörigen, den Übertritt zum katholischen Glauben. So hatte die evangelische Kirchengemeinde dauernd Kirchenaustritte wegen Konfessionswechsels, vor allem von jungen Menschen zu beklagen. Dort, wo es Mischehen gab und die Kinder katholisch getauft wurden, entstand auf evangelischer Seite Ärgernis, wenn die evangelische Mutter weiterhin zum hl. Abendmahl ging, obwohl sie ihren Glauben ihren Kindern gegenüber verleugnete. Wie stark der katholische Geist das Leben in den Dörfern des Heubergs bestimmte, zeigt sich auch in kleinen Beispielen: Der evangelische Geistliche wurde kaum zur Mitarbeit in bürgerlichen Fragen geladen. 1963 fand es der Kirchengemeinderat für notwendig, bei den bürgerlichen Gemeinderatswahlen einen evangelischen Kandidaten durch Flugblätter zu unterstützen. Die Volksschulen der Dörfer waren bis 1967 katholische Bekenntnisschulen.

Auf dem Weg der Ökumene Inzwischen ist hier eine große Toleranz in der Öffentlichkeit und von Seiten der Geistlichkeit vorhanden. In diesem Zusammenhang müssen auch die ökumenischen Bestrebungen erwähnt werden. Mit den katholischen Kirchengemeinderäten von Gosheim und Wehingen fanden zunehmend Gespräche über die Zusammenarbeit statt. So wurden in der Vergangenheit ökumenische Gottesdienste in der Gemeinde und in den Schulen abgehalten, gemeinsame Bibelkreise, ein Predigeraustausch, gemeinsame Diskussionen über Bibelinhalte, bibelkonfessionelle Jugendveranstaltungen und die Zusammenarbeit der Krankenpflegestationen künden von einem gemeinsamen Näherrücken. Seit Ende der 80er Jahre haben die Kirchenchöre beider Konfessionen neben ihrer individuellen Arbeit ein gemeinsames Programm für kirchliche und profane Auftritte vereinbart, für welches sie auch gemeinsam proben. Dabei wird jeder Konkurrenzgedanke durch das Erlebnis eines stattlichen Chorumfangs in den Hintergrund gedrängt. Gleich ökumenisch ist das Entgegenkommen der katholischen Kirchengemeinden Deilingen, Reichenbach, Egesheim und Gosheim, in deren Gotteshäusern seit Mitte der 70er Jahre evangelische Gottesdienste gehalten werden können.

Entwicklungen in den 90er Jahren Anfang der 90er Jahre ist durch den Zuzug russlanddeutscher Spätaussiedler, vorwiegend aus Kirgisien und Kasachstan, die Evangelische Kirchengemeinde erneut stark angewachsen. Am 1. Oktober 1998 gehörten 2.012 Personen zur Evangelischen Kirchengemeinde Wehingen, was ca. 20 % der Gesamtbevölkerung ausmacht. Dabei entfallen auf Gosheim 784, auf Wehingen 720, Deilingen 156, Bubsheim 164, Reichenbach 88, Königsheim 48 und auf Egesheim 109 Personen. Text gekürzt nach: "Wehingen. Dorfgeschichte und -geschichten. Ein 'Lese'-Buch", Wehingen 1993, S. 489-497 (Pfr. A. Bihl)

Die Pfarrer der Kirchengemeinde Aldinger Pfarrer, die in Wehingen Gottesdienst hielten 1901-1912 Reinhold Dietrich 1913-1922 Heinrich Gommel 1922-1943 Johannes Hauser 1943-1953 Karl Reichle

Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Wehingen 1949-1953 Gerd Salewski 1953-1960 Harry Karnowsky 1960 Siegfried Dolde (Pfarrverweser) 1960 Pfarrer Brendl 1960-1973 Roger Authenrieth 1974-1981 Werner Bender 1981-1983 Karl Wohlgemuth (Superint. i.R.) 1983-1989 Martin-Andreas Stolle 1989-1990 Erhard Schulz (Pfr. i.R.) 1990-2000 Andreas Bihl 1.9.2000 Thomas Binder

Kirchliche Gebäude Unsere Kirchengemeinde verfügt über drei eigene kirchliche Gebäude • die Christuskirche in Wehingen • den Gemeindesaal in Wehingen • das Johannes-Gemeindehaus mit dem Johannes-Kindergarten in Gosheim

Im Bereich der Evangelischen Kirchengemeinde Wehingen gibt es nur eine einzige evangelische Kirche, die Christuskirche. Sie wurde 1962 erbaut und steht in Wehingen. Direkt daneben steht das Pfarrhaus, mit den Büros, Gemeinde- und Jugendräumen.

Eine eigene Kirche "Bitte besuchen Sie den Gottesdienst am nächsten Sonntag nicht!" konnte man auf dem Handzettel lesen, der 1960 an die Besucher des Gottesdienstes im Gemeindesaal ausgegeben wurde, um auch anderen Gemeindemitgliedern einmal Platz bei einem Gottesdienst zu gewährleisten.

Der enge Raum machte die Feier des Gottesdienstes zum Problem. An Festtagen mussten die Türen ausgehoben werden, die Menschen saßen im Gang, im Amtszimmer und die Treppen hinauf bis zur Pfarrerswohnung. Viele mussten umkehren. Seit 2 Jahren wurde die Fronhofer Kirche restauriert, so dass ein Ausweichen nicht möglich war. Der Bau einer Kirche wurde immer dringlicher.

Am 11. März 1961 begannen die Bauarbeiten nach den Plänen von Architekt Dr. Walter Ruff, Degerloch, der auch bereits das Pfarrhaus geplant hatte. An Christi Himmelfahrt wurde die Grundsteinlegung vorgenommen. In Anwesenheit von Dekan Stichler, Tuttlingen, wurden der Urkunde eine Tageszeitung, das Evangelische Gemeindeblatt und Geldmünzen beigelegt. Schon am 15. September konnte das Richtfest gefeiert werden. 4 neue Glocken wurden am 3. September 1962 geweiht, und am 18. November 1962 zog die Festgemeinde unter dem Geläut der 4 Glocken in das neue Gotteshaus.

Besonderheiten der Wehinger Christuskirche Architektonisch ist sie ein Beispiel der Aufbruchstimmung der 60er und 70er Jahre: nicht Kopie klassischer Vorbilder, sondern eine Mischung aus ästhetischer Schönheit und Schlichtheit. Der Kirchenturm besitzt eine Natursteinfassade. Der Kirchenbau ist nicht wie die meisten katholischen Kirchen in den Pfarrgemeinden in Ost-West-Richtung, sondern wie die Heilig-Kreuz-Kirche Gosheim in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet. Das Prinzip "ex oriente lux" (das Licht kommt von Osten) der alten Kirchen wurde hier durch Lukas 13,29 ergänzt: "Und es werden kommen vom Osten und Westen, vom Norden und vom Süden, die zu Tische sitzen werden im Reiche Gottes." Das spitz zulaufende "Zeltdach" mit einer Decke aus Limba-Holz und reliefartigem Aussehen erinnert an das Nomadenzelt / die Stiftshütte als Ursprung christlich-jüdischer Gotteshäuser. Das Altarkreuz aus massivem Holz zeigt nur angedeutete Abdruckspuren des Gekreuzigten als Hinweis auf den Auferstandenen.

Die Glocken Die Kirche besitzt 4 Glocken (Fa. Kurtz, Stuttgart): Betglocke (gis') mit Matthäussymbol: 560kg, Durchmesser 0.97m; "Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallet" (Mt 26,41) Kreuzglocke (ais') mit Markussymbol: 400 kg, Durchmesser 0,86m (gestiftet durch Fa. Groz-Beckert, Albstadt-Ebingen): "Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele" (Mk 10,45) Schiedglocke (cis') mit Lukassymbol: 230kg, Durchmesser 0,73m; "Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt" (Lk 24,29) Taufglocke (dis') mit Johannessymbol: 165kg, Durchmesser 0,65m (gestiftet von Fam. Haller, Wehingen); "Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, dass wir Gottes Kinder sollen heissen" (1Joh. 3,1)

Die Orgel Am 27. Juni 1976 wurde die heutige Orgel eingeweiht. Unter Mitwirkung vom Kirchenmusikdirektor Gerhard Rehm hatte man sich für eine einmanualige Kleinorgel der Orgelbauwerkstätte Peter Vier, Friesenheim-Oberweier, entschieden. Sie besitzt 6 Register: Gedackt 8' Prinzipal 4' Oktave 2' Mixtur 2' 3-fach Quinte 22/3' Cornett 3-fach / Pedal: Subbaß 16'

Gottesdienste Einmal monatlich feiern wir Abendmahl, bzw. werden Kinder (und Erwachsene) getauft. Die genauen Termine erfragen Sie bitte beim Evangelischen Pfarramt, Finkenweg 12, 78564 Wehingen, Tel. 07426/7186.

Termine und Informationen Alle wichtigen Veranstaltungen und Termine können Sie in den Schaukästen vor dem Johannes-Gemeindehaus in Gosheim und vor der Christuskirche in Wehingen oder in Ihrem örtlichen Mitteilungsblatt unter der Rubrik "Kirchliche Mitteilungen" nachlesen. Die regionalen Tageszeitungen, der Heuberger Bote und der Schwarzwälder Bote, berichten regelmäßig über kirchliche Veranstaltungen und Aktionen.

Adressen Evangelisches Pfarramt Pfarrer Thomas Binder 78564 Wehingen, Finkenweg 12 Telefon: 07426-7186 Telefax: 07426-3012 www.wehingen-evangelisch.de

Pfarramtssekretärin Frau Wildmann (Mo und Do nachmittag)



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